Sonntag, 13. Januar 2013

Neues vom Bürgergarten


Hallo liebe User,

ich möchte mich heute mit dem Thema "Salvador Allende - Bürgergarten" beschäftigen. Ich glaube ich muss hier keinem etwas erzählen. Das gesamte Gebiet stellt nur noch einen Schatten seiner selbst dar. Mir persönlich liegt dieses Gebiet sehr am Herzen. Ich weiß auch, dass vielen Templiner das Messer in der Tasche aufgeht wenn sie sehen wie runtergekommen es dort aussieht. 

Was möchte die Stadt?

Diese Woche stand in der Templiner Zeitung (ich berichtete auf der Fanseite), dass es demnächst zu Aufräumarbeiten kommt. Das was als große Hoffnung beschrieben wird stimmt mich aber eher nüchtern. Ich finde es ja toll wenn dort jemand aufräumt, aber das ist wie immer typisch für Templin. Ein bisschen staubwischen, alle freuen sich und das war es dann gewesen. Das einfache „schönmachen“ der Büsche und Bäume macht es dort nicht besser. Der Teich ist ungepflegt, die Gebäude verfallen. Warum soll ich denn dort hingehen??? Weil die Büsche schick sind? Also mich reizt das leider nicht. Im Kurstadtkonzept Templin steht zudem auch noch einiges dazu. Der Bürgergarten im Norden der Stadt soll zu einem familienorientierten Gesundheits-Erlebnispark umgestaltet werden.  Es wird vorab in Aussicht gestellt vielleicht einen Ideenwettbewerb zu veranstalten. Bei diesem Wettbewerb sollen professionelle Planungs- und Architekturunternehmen, Bürger und Schulen der Stadt und der Hochschule Eberswalde. Die Jury soll aus der Stadtverwaltung, der AG Großgrün, dem Verein Bürgergarten, etc. bestehen. Finde ich eine sehr tolle Idee. Gerne mehr davon. Aber erstmal sehen ob das denn wirklich kommt denn es ist ja nur mit einem "vielleicht" versehen.  Was bedeutet denn Gesundheits-Erlebnispark? Es werden Beispiele angeführt, zum Beispiel: Kraftorte, Meditationsmöglichkeiten, Kräuterbeete, Sinnesstationen, Barfußpfad, Sportgeräte. Ich sehe schon die Massen an Templinern und Touristen die sich gewaltsam den Weg zu diesem Highlight freikämpfen um einen freien Kraftort zu erhaschen ;).  Aber mal im Ernst. Für mich sind die Vorschläge nicht generell doof und schlecht. Ich glaube jedoch, dass diese nicht dazu führen werden mehr Touristen anzuziehen.  Eher sind es Dinge die ich als Tourist vielleicht wohlwollend mitnehme wenn man dann schon in Templin ist. Es soll außerdem geprüft werden ob eine Ansiedlung von Gastgewerbe und Freizeiteinrichtungen wie zum Beispiel: Baumhaus mit Erlebnisgastronomie, Kletterparkour und attraktives Veranstaltungsareal auf dem Gelände der Freilichtbühne. Ich halte mich da neutral. Das ist mir nicht konkret genug. Trotzdem weise ich darauf hin, dass ja immer im gesamten Kurstadtkonzept von Nachhaltigkeit und ökologisch geredet wird. Gegenfrage: Was ist daran nachhaltig und ökologisch in über 100 Jahre alte Bäume Menschen übernachten und klettern zu lassen? Was ich schlimm finde ist, dass der Name Bürgergarten (200 Jahre Tradition) umbenannt werden soll. Dieser Name soll sich durch einen "modernen" Namen ersetzt werden der den Gesundheitsaspekt betont. Man ahnt schon an diesen Stationen wie der Name aussehen wird…nachhaltiger Wellnesspark…ökologischer Wohlfühlgarten? Wie kann man nur 200 Jahre so mit Füßen treten. Das macht mich wirklich sehr wütend. Außerdem soll das Bettenhaus mit Steuergeldern abgerissen und in eine Grünfläche umgewandelt werden.

Was ist mein Konzept?

Ich möchte, dass wir in dem Komplex "Bürgergarten-Allende" wieder ein Aushängeschild der Stadt machen. Außerdem ist es bei allen meinen Ideen ein Anliegen, dass es für die Touristen und auch die Templiner einen Mehrgewinn gibt. Der vordere Teil des Bürgergartens soll nach dem Vorbild der essbaren Stadt Andernach umgestaltet werden (kurze Infos zur essbaren Stadt Andernach) und dem Namen Bürgergarten gerecht werden. Daraus erhoffe ich auch vor allem einen Zuwachs von Tagestouristen aus dem Großraum Berlin. Der Teich soll wieder zu altem Leben erweckt werden und einen funktionierenden Springbrunnen und Fauna erhalten. Für den hinteren bewaldeten Teil des Bürgergartens würde ich einen Ideenwettbewerb unterstützen. Ich würde mir allerdings wünschen, dass die Ideen von Templiner Einwohnern kommen.  Das ehemalige Bettenhaus muss mindestens Deutschlandweit ausgeschrieben beworben werden. Das Internet bildet hierfür ein riesiges Medium mit relativ kostengünstigen Möglichkeiten sogar Europaweit oder Weltweit zu werben. Es gab ja schon 2 Interessenten die das „Salvador-Allende“ renovieren und neu gestalten wollten. Herr Peter Hartlich mit dem Konzept Lernort-Labor Templin in Verbindung mit einer Jugendherberge und das Kaufangebot der WBG zum Umbau für altersgerechtes Wohnen. Ich wäre allerdings immernoch für die klassische Hotelnutzung oder Nutzung für möblierte Ferienwohnungen. Wichtig wäre mir außerdem ein Kaffee auf dem Dach des Gebäudes welches einen hervorragenden Blick über die Altstadt bietet und somit auch für Templiner ein tolles Ausflugsziel für einen kleinen Plausch liefern sollte.  Der 2. Abschnitt soll wenn nicht durch den Investor des ehemaligen Bettenhauses von der Stadt renoviert und vermietet werden. Dies Beinhaltet die Hyperschale und die angrenzenden Gebäude.  Dort sollte eine Discothek und eine Cocktailbar oder Restaurant etc. entstehen. Die Freilichtbühne ist ja bereits wieder vergeben. Außerdem sollte der Parkplatz in ein kleines Parkhaus umgewandelt werden, weil der Verkehr stark zugenommen hat in den letzten 40 Jahren.  Ich erhoffe mir jetzt, dass diese "Zahnräder" wieder miteinander als Komplex arbeiten wie es damals zu sozialistischen Zeiten einmal sinnvoll geplant wurde und ja auch super funktioniert hat.

Noch einen schönen Sonntag mit Impressionen von alten Postkarten von dem von mir beschriebenen Gebiet.

Grüße euer Robert :)

 P.S.: Bitte die Facebook-Fanseite liken ;)





Quellen: 
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4

Keine Kommentare:

Kommentar posten